FUNNY GIRL

FUNNY GIRL
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Funny Girl
Nach dem gleichnamigen Roman von Anthony McCarten
Stückfassung von Frank Hörner und Manuel Moser

Regie: Frank Hörner
Bühnenbild und Kostüm: Stefanie Stuhldreier
Musik: Sebastian Maier
Mit: Till Beckmann, Jennifer Ewert, Manuel Moser, Sibel Polat
Theaterpädagogik: Gabriele Kloke
Produktionsassistenz: Jasmin Büning, Milena Michalak
Premiere: 20.04.2018
Wieder zu sehen am: 7.06 um 11 Uhr, 8.06 um 11 Uhr und 19 Uhr

Vater: Du verkaufst deine Seele wie eine Prostituierte. Was meinst du, warum die sonst lachen? Du bist nicht witzig.

Azime: Ich verkaufe meine Seele nicht, Baba.

Omar: Frauen sollten nicht witzig sein, nicht mal, wenn sie witzig sind…äh…gerade,wenn sie witzig sind, sollten sie nicht witzig sein. Und warum nicht? Weil es unschön ist.

Azime: Ich kann Leute zum Lachen bringen. Menschen müssen lachen. Der Prophet, Friede sei mit ihm, hat bestimmt gern gelacht. Selbst Gott lacht doch offenbar gern, wenn man sich uns anschaut.

Vater: Wasch dir den Mund mit Seife aus.

Azime ist zwanzig Jahre alt, eine moderne junge Frau und unfassbar witzig. Ihre Eltern sind stolze Kurden und betreiben ein kleines Möbelgeschäft in London. Der größte Wunsch der Eltern ist, Azime schnell und gut zu verheiraten. Azimes größter Wunsch ist es, Comedian zu werden – ein Wunsch, den weder Eltern, Bruder noch Cousins teilen.

Mit ihrem Humor will sie gegen Vorurteile ankämpfen. Sie besucht einen Comedy-Kurs und tritt schließlich in einem Comedy-Club auf. Und wenn das nicht als Azime geht, dann eben anonym unter einer Burka, Azime erklärt dem Publikum, wie ein Leben „ohne Sex, Schinken und Weihnachten“ überhaupt funktionieren kann, und feiert bald als erster weiblicher kurdischer Comedy-Star Erfolge. Sie erntet dafür Applaus und Jubel, aber auch Morddrohungen und Familienstreit.

Presse:
„Hauptdarstellerin Sibel Polat überzeugt mit ihrer Wandlungsfähigkeit, die doch immer durch und durch authentisch ist. Die Verabredungen mit potenziellen Heiratskandidaten, die ihre Eltern mehrfach für sie arrangieren, vergrault sie zum Beispiel durch das Vorspielen körperlicher Gebrechen, im Club dagegen brilliert sie durch ihren natürlichen Witz und ihr Improvisationstalent – und den Mut, die Befreiung von einer Burka zu zeigen. Wenn ich so etwas auf der Bühne trage, habe ich eine Verantwortung“, sagt Sibel Polat. „Denn die Frage nach der Identität ist ein Kernthema für Menschen mit Migrationshintergrund.“
(Konstanze Führlbeck, WAZ)

„Früher habe ich manchmal gedacht, Witze sind albern und unbedeutend, nicht ernst zu nehmen. Inzwischen halte ich Lachen für das Allerwichtigste. Lachen ist die Autobahn zum Himmel. Und Witze sind unser Omnibus darauf“: In der großartigen „Club“-Ausstattung Stefanie Stuhldreiers entwickelt sich ein ungemein direktes, das gebannte Publikum mehrfach direkt einbeziehendes Spiel des fabelhaften Darsteller-Quartetts, das in rastellihafter Geschwindigkeit die Rollen und Identitäten wechselt.“
(Pitt Herrmann, Bühnen ABC, SN Herne)

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